Pfarrkirchen. Wasser überflutet Erdgeschoss bei Weko
Ursache: Muffe am internen Leitungssystem gebrochen - Geschäftsführer
Weber schätzt Schaden auf eine Million Mark
Wasseralarm: Wegen eines Defekts im internen Leitungssystem wurde am Wochenende
das Erdgeschoss im
Einrichtungshaus Weko überflutet. Schaden: rund eine Million Mark.
Am Montag um 7.30 Uhr morgens: Als die ersten Mitarbeiter das Weko-Gebäude
betreten, trauen sie ihren Augen nicht. Zwei
Drittel des 7500 Quadratmeter großen Erdgeschosses stehen bis zu fünf
Zentimeter hoch unter Wasser.
Sofort werden die Feuerwehren alarmiert. Die rücken mit einem Großaufgebot
an. Innerhalb kürzester Zeit sind 19
Feuerwehren aus dem ganzen Landkreis auf dem Weko-Gelände versammelt. Ganz
so wie am Samstag beim Aktionstag, nur diesmal ist es keine Übung, sondern
ein Ernstfall.
Wie Ameisen schwärmen die rund 120 Hilfskräfte aus, legen Leitungen
zum Absaugen des Wassers. Bewaffnet mit
Nasssaugern, Tauchpumpen und Gummischiebern machen sich die Feuerwehrmänner
daran, das Erdgeschoss trocken zu
legen.
Schon jetzt ist absehbar, dass der Schaden beträchtlich ist: "Rund
eine Million Mark", lautet die erste Schätzung von
Geschäftsführer Bernd Weber. "Das ist eine Katastrophe."
Erst 1999 waren im gesamten Erdgeschoss neue Böden verlegt
worden, jetzt ist alles ruiniert. "Das trifft uns doppelt hart", so
Weber.
Die Ursache der Flut ist schnell gefunden. Eine Muffe im internen Wasserversorgungssystem
des Einrichtungshauses war
gebrochen. Weber: "Ausgerechnet am Wochenende, sonst hätte es ja jemand
bemerkt." So lief der Überflutungsschacht
unbemerkt voll, dann drang das Wasser allmählich ins Erdgeschoss hoch.
Im Einrichtungshaus gehen den ganzen Vormittag fieberhaft die Aufräumungsarbeiten
weiter. Die Belegschaft hat alle Hände voll
zu tun. Kurzerhand wird die Gartenmöbel-Abteilung vor das Gebäude
verlagert, um Rangierflächen im Innern zu gewinnen.
"Die gesamte Mannschaft zeigt tollen Einsatz. Jeder hat alles liegen und
stehen lassen, um zu helfen. Das ist ein Trost in dieser
Stunde", sagt Bernd Weber.
Der Weko-Geschäftsführer lobt auch den vorbildlichen Einsatz der Feuerwehr:
"Sie hat rasch reagiert, so dass noch größerer
Schaden verhindert werden konnte." Unter der Leitung von Kreisbrandrat
Josef Wimmer, den Kreisbrandinspektoren Johann
Wild und Georg Hochholzer sowie Kreisbrandmeister Franz Gruber läuft der
Einsatz reibungslos ab.
Gegen 10 Uhr wird noch das Deko-Fahrzeug der Trifterner Wehr angefordert. Es
kann Warmwasser aufbereiten, das bei der
Säuberungsaktion dringend benötigt wird. Denn die Böden sind
ziemlich schmierig. Grund: Hydrauliköl aus dem Aufzug war mit
dem Wasser nach oben gespült worden.
Mittag ist das Gröbste geschafft, der Betrieb im Einrichtungshaus normalisiert
sich wieder. Der Verkauf geht in seinen
gewohnten Bahnen weiter - und das bleibt auch so. Geschäftsführer
Bernd Weber: "Damit kein Missverständnis aufkommt: Wir
müssen keinen einzigen Tag schließen. Die Böden werden wir demnächst
auswechseln."
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