ARTIKEL der Passauer Neuen Presse

 

Bayern führt den "Großen Feuerwehrführerschein" ein


Von September an gibt es im Freistaat einen eigenen Feuerwehrführerschein bis 7,5 Tonnen. Wie die Bayerische Staatskanzlei mitteilte, stimmte der Ministerrat am Dienstag in München für die Neuerung. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) will mit dem neuen Führerschein die Leistungsfähigkeit von Feuerwehren, Rettungsdiensten und des Katastrophenschutzes stärken.

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Damit ist eine mehrjährige Diskussion mit der EU und dem Bund beendet. Grund für die Änderung ist, dass viele Feuerwehrfahrzeuge schwerer sind als das im normalen Führerschein vorgeschriebene Maximalgewicht von 3,5 Tonnen. Die Feuerwehren fürchteten deshalb, nicht mehr genug Fahrer zu finden.

Der Beschluss des Ministerrats soll zum 1. September in Kraft treten. Damit können schon bald die ersten Feuerwehrführerscheine ausgestellt werden. Die Fahrer werden dafür von den Hilfsorganisationen selbst mit mindestens sechs Fahrstunden ausgebildet.

Vor zwei Jahren war bereits der Führerschein für Fahrzeuge bis 4,75 Tonnen geschaffen worden. Bereits in seinem ersten Jahr wurde dieser "kleine Feuerwehrführerschein" laut Staatskanzlei rund 500 Mal ausgestellt. Ein Bewerber für den Feuerwehrführerschein muss aber mindestens zwei Jahre eine Fahrerlaubnis der Klasse B besitzen.